Grüne befragen Landesregierung Welche Risiken gehen vom Gefahrenstofflager Hillerse aus?

Vor wenigen Monaten brannte in Westerstede im Landkreis Ammerland eine Halle, in der Düngemittel gelagert wurde. Wegen der Entwicklung gefährlicher Gase mussten 27 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden. Die grüne Landtagsabgeordnete Imke Byl aus Gifhorn will nun von der Landesregierung wissen, welche Risiken von dem Gefahrenstofflager in Hillerse ausgehen, in dem die Raiffeisen Waren GmbH Pflanzenschutzmittel lagert.

Imke Byl sieht den Bau des neuen Lagerkomplexes kritisch: „In Hillerse dürfen giftige, brandfördernde, wassergefährdende und explosionsgefährliche Stoffe gelagert werden. Die Bezeichnung als Gefahrenstofflager ist also extrem zutreffend. Im Falle eines Brandes oder eines Unfalls können diese Stoffe freigesetzt werden, das ist ein erhebliches Risiko für Anwohnerinnen, Anwohner und Umwelt.“ Die grüne Abgeordnete will auch wissen, ob das Genehmigungsverfahren korrekt abgelaufen ist. „Ich finde es schon dubios, dass das Gewerbeaufsichtsamt kritischen Bürgerinnen und Bürgern erst mal ankündigt, hohe Summen für die Bearbeitung eines Widerspruchs in Aussicht zu stellen. Bürgerbeteiligung ist in Genehmigungsverfahren vorgesehen und darf nicht ausgebremst werden.“

Das Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig hat den Bau eines Lagers für Pflanzenschutzmittel genehmigt. In unmittelbarer Nähe des Gefahrenstofflagers befindet sich bereits eine Biogasanlage, die kürzlich um einen weiteren Gas-Tank erweitert wurde.

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