Erneute Leckage bei Hankensbüttel Sicherheitsrisiken endlich ernstnehmen

Copyright: Imke Byl

Am heutigen Donnerstagmorgen wurden Medienberichten zufolge am Ortsrand von Hankensbüttel erneut zwei Leckagen einer Leitung der Firma ExxonMobil entdeckt. Dieser Vorfall reiht sich ein in eine Reihe von Leckagen, die sich in den vergangenen Jahren im Landkreis Gifhorn immer wieder ereignet haben.

Die Gifhorner Landtagsabgeordnete Imke Byl äußert sich hierzu wie folgt: „Es ist unfassbar, dass nun schon wieder etwas passiert ist. Die alten Rohrleitungen sind ein offensichtliches Sicherheitsproblem, genauso wie die Erdölförderung insgesamt. Davor können auch SPD und CDU die Augen nicht weiter verschließen. Die Erdölförderung muss raus aus den Wasserschutzgebieten, außerdem brauchen wir schärfere unabhängige Kontrollen und Vorgaben sowie einen klima- und umweltgerechten Ausstiegsfahrplan für die gesamte Branche.“

„Die wiederholten Leckagen zeigen, dass ExxonMobil seiner Verantwortung absolut nicht nachkommt und die eigenen Rohrleitungen nicht instand hält. Es zeigt aber auch, dass die aktuellen Vorgaben vonseiten des Gesetzgebers offensichtlich zu lasch sind. Auch das Landesbergamt als zuständige Aufsichtsbehörde muss hier Rede und Antwort stehen, wie es immer wieder zu diesen Unfällen kommen kann.“

Erst im Mai war es zu einem Austritt von Lagerstättenwasser im Wasserschutzgebiet Schönewörde gekommen. Derweil stellte sich heraus, dass das Unternehmen bei der Überprüfung der Rohrleitung weitere Schadstellen entdeckt hatte. Vor dem Hintergrund der Vielzahl an Leckagen und des zuletzt bekannt gewordenen massiven Lagerstättenwasseraustritts in Emlichheim in der Grafschaft Bentheim drängen sich große Zweifel hinsichtlich der Sicherheitsstandards der Erdöl- und Erdgasindustrie auf.

Die Grünen fordern neben der grundsätzlichen Verringerung der Erdgas- und Erdölförderung sowie der Einführung verpflichtender Umweltverträglichkeitsprüfungen ein Bohrungs- und Förderverbot in Wasserschutzgebieten.

 

 

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