Pressemeldung Nr. 31 vom

Grüne fordern Moratorium Imke Byl: Förderung von Öl und Gas in Wasserschutzgebieten beenden

Darum geht’s

Die Förderung von Erdöl und Erdgas in Trinkwasserschutzgebieten soll verboten werden. Das fordern die Grünen im Landtag und legen einen entsprechenden Antrag vor.

Das sagen die Grünen

Imke Byl, umwelt- und energiepolitische Sprecherin

„Der Schutz unseres Trinkwassers muss oberste Priorität haben. Deshalb fordern wir ein sofortiges Moratorium für Erdgas- und Erdölbohrungen in Wasserschutzgebieten.“

„Es ist völlig absurd, dass aktuell Genehmigungsverfahren für Öl- und Gasbohrungen in Wasserschutzgebieten laufen, für die nicht mal eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen ist. Umweltminister Lies muss das Wahlkampfversprechen der SPD einlösen und Öl- und Gasbohrungen in Wasserschutzgebieten ausschließen.“

Zum Hintergrund

Die niedersächsische SPD hat im Landtagswahlkampf ein Verbot von Tiefbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten versprochen. Im Koalitionsvertrag der niedersächsischen GroKo findet sich dazu jedoch lediglich ein Prüfauftrag. Indes will die Förderindustrie in Niedersachsen Fakten schaffen. Aktuell laufen Genehmigungsverfahren für drei neue Förderbohrungen in niedersächsischen Wasserschutzgebieten.

Im Landkreis Gifhorn plant der Energiekonzern DEA zwei Erdölbohrungen im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde. Im Landkreis Verden plant die DEA eine Gasbohrung im Trinkwasserschutzgebiet Panzenberg. Auf eine Anfrage der Grünen verwies die Landesregierung zudem darauf, dass sich die Firma Vermillion Energy im Landkreis Aurich ein Bewilligungsfeld gesichert hat, das teilweise im Wasserschutzgebiet Marienhafe liegt.

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