Zulieferer PUT Peine in Schieflage Grüne stellen Anfrage an Landesregierung

Worum geht’s:

Das Peiner Traditionsunternehmen Peiner Umformtechnik befindet sich in einer Krise.  Der zwischen dem Investor Hanse IK und den Beschäftigten geschlossene Zukunftsvertrag zur Sanierung des Unternehmens wurde nur von den Beschäftigten erfüllt. Die dringend benötigten Investitionen blieben bis heute aus, die Peiner Arbeitsplätze sind bedroht. Daher hat der Betriebsrat den Zukunftsvertrag nun gekündigt. Die Grünen im Landtag wollen nun in einer Anfrage an die Landesregierung wissen, ob und wie sich diese für die Beschäftigten und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen wird.

Das sagen die Grünen dazu:

„Für den Raum Peine stehen durch das Nichthandeln der Hanse IK  260 Arbeitsplätze und 22 Ausbildungsplätze auf dem Spiel und das in einem Betrieb, dessen Produkte weiterhin nachgefragt werden. Das ist für mich vollkommen unverständlich!“ sagt dazu Imke Byl, zuständige grüne Abgeordnete aus Gifhorn.

Eva Viehoff, arbeitsmarktpolitische Sprecherin, die sich im Dezember vor Ort ein Bild von der Situation der PUT machte, fügt hinzu: „Leider muss man annehmen, dass das Traditionsunternehmen PUT Opfer einer gezielten Abwicklung wird. Meine Gespräche vor Ort haben mir gezeigt, dass es im aktuellen Verfahren deutliche Zeichen von Insolvenzverschleppung gibt.“

Die beiden Abgeordneten hoffen, dass sich auch die neue Landesregierung der Probleme der PUT annimmt. Bis September wurde schon unter Beteiligung der rot-grünen Landesregierung über Lösungen gesprochen.  Vor diesem Hintergrund haben die beiden Abgeordneten eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Sie wollen darin wissen, wie die Landesregierung die bedrohten Arbeitsplätze erhalten will und ob sie Möglichkeiten sieht, die Hanse IK zum Handeln zu ermuntern.

Für die Grünen ist das Ziel klar – die Arbeits- und Ausbildungsplätze müssen erhalten bleiben.  „Wir Grünen unterstützen die Menschen vor Ort bei ihrem Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze und wertschätzen, dass die Betroffenen vor Ort bereit sind ihren Teil dazu beizutragen, die Zukunft der PUT zu sichern.“ betonen die beiden Abgeordneten.

Hintergrund:

Die Peiner Umformtechnik (PUT) ist ein Traditionsunternehmen, das hochfeste Verbindungen herstellt. Sie ist Zulieferer für Spezialschrauben für die Automobilindustrie, die Windenergiebranche und den Handel. Obwohl sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nach der Wirtschaftskrise seit 2013 wieder gebessert hat, besteht weiterhin Sanierungsbedarf.

Um den aktuellen Investor Hanse Industriekapital Hamburg (Hanse IK) bei der Sanierung zu unterstützen, wurde zu Beginn des letzten Jahres mit den Beschäftigten ein Zukunftsvertrag geschlossen. Die Vereinbarungen für die Beschäftigten wie Lohnverzicht und reduzierte Arbeitszeit. wurden von der Belegschaft eingehalten und getragen. Die Hanse IK ist jedoch ihren Verpflichtungen zu Investitionen bis heute nicht nachgekommen. Daher hat der Betriebsrat zum Ende des Jahres 2017 diesen Zukunftsvertrag gekündigt.

Das Peiner Traditionsunternehmen Peiner Umformtechnik befindet sich in einer Krise.  Der zwischen dem Investor Hanse IK und den Beschäftigten geschlossene Zukunftsvertrag zur Sanierung des Unternehmens wurde nur von den Beschäftigten erfüllt. Die dringend benötigten Investitionen blieben bis heute aus, die Peiner Arbeitsplätze sind bedroht. Daher hat der Betriebsrat den Zukunftsvertrag nun gekündigt. Die Grünen im Landtag wollen nun in einer Anfrage an die Landesregierung wissen, ob und wie sich diese für die Beschäftigten und die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzen wird.

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