Längere Laufzeiten, mehr Atommüll Grüne: Landesregierung sagt „Nein“ zu schnellerem Atomausstieg

Die Atomkraftwerke in Niedersachsen sollen früher als geplant abgeschaltet werden, das fordern die Grünen im Landtag. Im Bund wird aktuell eine Novelle des Atomgesetzes vorbereitet, in diesem Zuge könne auch die Übertragung von Restlaufzeiten gestoppt werden. Einen entsprechenden Antrag der Grünen haben die schwarz-roten Regierungsfraktionen jedoch abgelehnt. Die für den Landkreis Salzgitter zuständige Abgeordnete Imke Byl kritisiert:

„CDU und SPD haben im Landtag ein vorzeitiges „Aus“ für die Atomkraft in Niedersachsen verhindert. Die Atomkraftwerke Grohnde und Emsland müssten ohne fremde Restlaufzeiten je zwei Jahre früher abgeschaltet werden. Das wären zwei Jahre weniger Atommüll, zwei Jahre weniger Risiko.“

Besonders absurd: Atomkraft verstopft die Stromnetze. Byl weiter: „Weil die Netze überlastet sind, müssen Windanlagen immer häufiger abgeschaltet werden. Aber die Atomkraftwerke laufen ungedrosselt weiter. Das ist das Gegenteil von Energiewende und Klimaschutz! Gerade von den CDU- und SPD-Abgeordneten aus den Atom-Standortregionen hätte ich mehr Einsatz für den Atomausstieg erwartet.“

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