Einladung zum Webinar: Fossile Rohstoffe im Boden lassen Grüne fordern Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung

Bild: Pixabay

Nach wie vor kommen 96 Prozent des in Deutschland geförderten Erdgases und 35 Prozent des Erdöls aus Niedersachsen. Beides hat mit Blick auf den Klimaschutz keine Zukunft. Die Grünen im Landtag fordern daher einen klaren Ausstiegsplan mit Blick auf die Förderung und Nutzung von Erdöl und Erdgas. Der Landkreis Gifhorn steht hierbei als bundesweit bedeutender Erdöl-Hotspot deutlich im Fokus. 

Die Landtagsabgeordnete Imke Byl aus Gifhorn erklärt: „Wir fordern einen sofortigen Bohr- und Erkundungsstopp und ein verbindliches Enddatum für die Förderung. Auch die Risikotechnologie Fracking muss konsequent verboten werden.“ Mit einem rechtzeitigen Beschluss zum Förderende soll auch vermieden werden, dass – anders als bei Kohle und Atom – hohe Entschädigungszahlungen an die Industrie fällig werden.

Byl erläutert: „Die Förderung ist nicht nur bei uns zunehmend umstritten. Leckagen und Grundwasserschäden lassen Zweifel an den Sicherheitsstandards aufkommen. Spätestens der Umweltskandal in Emlichheim, bei dem um die 220 Millionen Liter giftiges Lagerstättenwasser über vier Jahre lang unbemerkt in tiefe Grundwasserschichten gelaufen sind, hat gezeigt, dass das Risiko nicht zu unterschätzen ist. Trotzdem soll es auch im Landkreis Gifhorn weiter neue Fördervorhaben selbst in Trinkwasserschutzgebieten geben. Das passt weder zu unseren Klimazielen noch zum Schutz unserer Lebensgrundlage Wasser!“ 

Am Dienstag, den 15. Dezember um 18 Uhr laden die Grünen im Landtag zu einer Online-Veranstaltung zum Förderausstieg ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Die umwelt- und klimapolitische Sprecherin Imke Byl hofft auf breites Interesse in den Förderregionen: „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!“

Gemeinsam mit Dr. Julia Verlinden (energiepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag), Emily Karius (Fridays for Future Niedersachsen), Birgit Münkner (BI NoMoorGas) und Bernd Ebeling (Umweltexperte) soll darüber diskutiert werden, weshalb die „heimische“ Förderung von Erdöl und Erdgas beendet werden muss und wie ein Ausstiegsfahrplan gestaltet werden kann.

Anmeldungen sind unter www.gltn.de/webinar-foerderausstieg ab sofort möglich.--

 

Hintergrund: 
Im Oktober hat die Grüne Landtagsfraktion einen Antrag zur Einleitung des Förderendes eingebracht. Diese finden Sie hier.

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