Grüne besuchen Wolfsausstellung Der Wolf ist natürlicher Teil der Artenvielfalt

Auf Einladung des Wolfsberaters Carlo Laser besuchten Mitglieder des grünen Kreisverbands Gifhorn, die Landtagsabgeordnete Imke Byl und Interessierte die Ausstellung „Rückkehrer Wolf: Angst, Hass, Faszination“ im Historischen Museum Schloss Gifhorn.

Laser betonte direkt zu Beginn, dass die Ausstellung zur Versachlichung der Debatte beitragen will. Mit ihr sollen den vielen Gerüchten, Unwahrheiten und Übertreibungen reale Fakten über den Wolf nähergebracht werden.

Die Tradition, den Wolf als Beutegreifer besonders zu emotionalisieren und Hass gegen ihn zu schüren, ist hierzulande bereits viele Jahrhunderte alt. „Dabei ist ein sachlicher und vernünftiger Umgang mit dem Wolf eigentlich gut möglich.“ erklärte Carlo Laser bei seiner Führung durch die Ausstellung. „Andere Tiere können viel gefährlicher werden, über das Wildschwein wird aber nicht diskutiert. Der wolfsangepasste Herdenschutz ist natürlich ein großes Thema. Der Mensch muss sich aber doch auch an die Natur anpassen, genauso wie es andersherum auch erfolgt.“

Imke Byl ergänzt: „Für Herdenschutzmaßnahmen gibt es richtigerweise Unterstützung vom Land Niedersachsen. Weshalb die Weidetierhalterinnen und –halter so gebeutelt sind, liegt jedoch in erster Linie nicht am Wolf, sondern an den schwierigen Arbeitsbedingungen und der problematischen finanziellen Situation. Die lösen wir nicht mit dem Abschuss und Töten von Wölfen, sondern mit einer Weidetierprämie.“

Besonders beim Thema Rudelverhalten und Jagd, aber auch zu den Schutzzäunen und Herdenschutzhunden gab es viele Rückfragen der interessierten Gruppe. Viel Lob gab es für die hohe fachliche und pädagogische Qualität der Ausstellung, die sowohl Jüngeren als auch Älteren sicher viele Fragen beantwortet. Nach der über zweistündigen Führung blieb den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur noch ein großes Dankeschön für diesen von Herrn Laser sehr kompetent geführten Rundgang und der Wunsch, dass die Ausstellung auch nach Ende als Wanderausstellung weiter erhalten bleibt.

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