Grüne Landtagsfraktion "on Tour" Besuch bei der Pflegestation Bettina Harms in Gifhorn

Zu Besuch in einer der Senioren-WGs der Pflegestation Bettina Harms

Auch in diesem Jahr war die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wieder in drei Gruppen in Niedersachsen "on Tour". Am Donnerstag, den 09.05.19, besuchte die Gifhorner Abgeordnete Imke Byl gemeinsam mit ihren Kolleg*innen Julia Hamburg (bildungspolitische Sprecherin), Helge Limburg (stellv. Fraktionsvorsitzender) und Stefan Wenzel (finanzpolitischer Sprecher) sowie der Gifhorner Bürgermeisterkandidatin Nicole Wockenfuß die Pflegestation Bettina Harms.

Die Gäste kamen zunächst mit Bewohner*innen einer der beiden Gifhorner Senioren-WGs ins Gespräch. In diesen Wohngemeinschaften leben bis zu sechs Personen mit unterschiedlichen Pflegegraden zusammen und gestalten gemeinschaftlich ihren Alltag. Bei diesem Wohnkonzept steht die weitgehende Selbstbestimmung und die gegenseitige Hilfe der Bewohner*innen im Vordergrund. 

Frau Wockenfuß zeigte sich begeistert von dem Konzept: „Diese Einrichtung ist ein positives Beispiel für meine Ziele als Bürgermeisterin, neue Wohnformen in Gifhorn, wie auch Behinderten-WGs umzusetzen.“

Im Anschluss tauschten sich die Politiker*innen mit der Geschäftsführerin Bettina Tews-Harms und weiteren Kolleginnen über die angespannte Situation der ambulanten Pflege aus. Imke Byl zeigte sich besorgt darüber, dass Niedersachsen bei den Löhnen im Pflegebereich den traurigen letzten Platz belegt und mahnt: "Das zergliederte Versicherungssystem muss Pflegediensten an vielen Stellen mehr Flexibilität einräumen und ihnen mehr Mitsprache ermöglichen. Nur so kann gesichert werden, dass Pflegekräfte langfristig die angemessene Bezahlung erhalten, die sie verdienen und gleichzeitig flächendeckende Pflegeangebote möglich sind." 

Frau Tews-Harms wies nochmals auf den für Pflegedienste teils unverhältnismäßig hohen Druck zur Wirtschaftlichkeit hin und gab den Abgeordneten einen wichtigen Wunsch mit auf den Weg: „Wir brauchen in der Auseinandersetzung mit den Kassen die politische Unterstützung um eine auskömmliche Vergütung unserer Leistungen zu erhalten, damit auch in der ambulanten Pflege höhere Löhne gezahlt werden  können.“

Zurück zum Pressearchiv