Mein alter Sportlehrer wäre sicher stolz auf mich – 20 Kilometer Fahrrad gefahren! Zuerst sogar ganz freiwillig: Heute morgen ging es vom Bahnhof Meinersen Ohof los nach Dedenhausen, um gemeinsam mit über hundert weiteren Menschen für eine bessere Preispolitik und gute Fahrradwege zu demonstrieren. Denn weil sich die Tarifgebietsgrenze zwischen Ohof und Dedenhausen zieht, ist es für die Leute wesentlich günstiger, mit dem Auto einen Bahnhof weiter zu fahren und dort nach Hannover bzw. Wolfsburg zu fahren. Das verursacht viel und vor allem total unnötigen Autoverkehr in den betreffenden Gemeinden und rund um die Bahnhöfe. Das Fahrrad ist auch keine echte Alternative, da die paar Kilometer zwischen den Bahnhöfen gefährliche Übergänge haben und für Radfahrer*innen nicht wirklich taugen. Deswegen sind wir den Vormittag über geradelt und haben darauf aufmerksam gemacht, dass sich etwas tun muss! Denn dass die Leute mit dem Zug nach Hannover oder Wolfsburg fahren wollen ist klasse, da sollten ihnen keine solchen Steine in den Weg gelegt werden.
Hier gibt es weitere Infos: http://www.wep-ag.de/news/DemoUndWeitereTreffen/

Solche Probleme durch Tarifgebietsgrenzen gibt es natürlich nicht nur an dieser Stelle. Im Landkreis Gifhorn lässt sich das auch gut beim Busfahren beobachten. Das ist wahrlich kein neues Problem, ja. Da muss aber endlich mal etwas getan werden, damit die- bzw. derjenige, die*der das ökologisch Sinnvolle tut, nicht auch noch bestraft wird.

 

Und wie kam es zu meiner für mich glorreichen 20 km Fahrradstrecke? Nach der Demo hat mich leider der Zug nicht mehr mitnehmen wollen, weil er durch das heutige Fußballspiel komplett überfüllt war. Tja, da hieß es Helm auf und losgeradelt! Wer hätte gedacht, dass Politik so viel Beinarbeit nach sich zieht 😉 Hat aber großen Spaß gemacht und war eine willkommene Abwechslung. Denn Fahrradfahren macht Laune!