Foto von Imke und Marcel

Rechts Marcel Duda, GJN-Bundestagskandidat. Foto: Hendrik Drößler

Wie regieren eigentlich Grüne? Gestern konnten Interessierte spannende Einblicke in die Organisation grüner Regierungsarbeit bekommen. Im Grünen Zentrum in Hannover stellte Arne Jungjohann auf Einladung der Stiftung Leben und Umwelt seine Studienergebnisse vor.

Und die zeigen, dass Grüne an Professionalität gewonnen und dazugelernt haben. Auch, was politikinterne Kommunikationsstrukturen anbelangt.

In der anschließenden Diskussion ging es natürlich vor allem darum, was sich nun daraus schließen lässt.

Foto Studienvorstellung

Arne Jungjohann stellt seine Studie vor

Gute Nachricht: Dadurch ist grüne Regierungspraxis erfolgreicher geworden. Schlechte Nachricht: Merkt niemand. Und zwar weder die Öffentlichkeit, noch die eigenen Mitglieder so richtig. Einfluss zu nehmen ist natürlich das oberste Ziel, aber als Partei nur von kurzer Dauer, wenn sie es nicht schafft diesen Einfluss auch für Wähler*innen und Mitglieder sichtbar zu machen. Das „Macht-Paradox“, dass Bündnis 90/Die Grünen sowohl im Bundesrat als auch für eine alternative Regierungsbildung zur Großen Koalition im Bund viel Einfluss geltend machen können, aber trotzdem aktuell bei sechs bis sieben Prozent liegen und von vielen Wähler*innen nicht ernst genommen werden, ist bitter. Wir werden gerade unter Wert verkauft.

In der Studie selbst wurde zum einen die Regierungsarbeit innerhalb der Koalitionen, zum anderen die Koordination zwischen den Ländern und der Bundesebene für ein gemeinsames Agieren im Bundesrat analysiert. Die Studie könnt ihr euch hier kostenlos herunterladen.